Als Ausfluss einer gründlichen Diskussion und Analyse zum Rentensystem in Deutschland hat unser Arbeitskreis „Arbeit und Soziales“ eine kritische Bilanz und sieben Thesen zu einem zukünftigen, gerechten und auskömmlichen Rentensystem veröffentlicht.

In dieser Bilanz kommen wir zu dem Schluss, dass das derzeitige Rentensystem weder ausreichende Antworten auf die derzeitigen, noch auf die bereits jetzt erkennbaren Probleme der nächsten Zukunft gibt: Schon jetzt haben wir ca. 9 Mio. Beschäftigte im Niedriglohnsektor mit zu erwartenden Niedrigrenten. Dabei sind die Auswirkungen - zum Beispiel durch die Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt - noch gar nicht bedacht.

Zwar bringen die bisherigen Reparaturmaßnahmen durch die Rentenpakete 2013 und 2018 Verbesserungen für einige Betroffene, beheben jedoch nicht die Konstruktionsmängel der Rente nach den HartzIV-Reformen: Absenkung des Rentenniveaus bei gleichzeitiger Teilprivatisierung der beiden Vorsorgesäulen Riester und Betriebsrente.

Unsere Schlussfolgerung daraus ist die Forderung nach einer umfassenden Gesamtreform des Alterssicherungssystems, die wir hiermit in Form unserer Thesen vorstellen.

In einem Antrag an den Unterbezirks-Parteitag hatte der Ortsverein sechs Eckpunkte formuliert, mit denen eine Diskussion um die Zukunft des Alterssicherungssystems angeregt wurde. Dabei wollen wir es jedoch nicht bewenden lassen, sondern einen eigenen Beitrag liefern, der sich nicht allein an die Mitglieder der jeweiligen Expertenkommissionen in NRW und im Bund wendet, sondern an alle Interessierte, Mitglieder, Arbeitskreise und Gremien, die sich mit der Umgestaltung des Sozialsystems beschäftigen.

Das Papier kann hier heruntergeladen werden.

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